Lieber Gast,
Erstens: denn seit tausend Jahren ist hier immer was los. Und warum noch?
Die abwechslungsreiche, tausendfarbige Landschaft ist von der mal sanften, mal würdevollen alten Donau umrandet. Eine rege, pulsierende Welt sowie kleinere und größere Naturwunder empfangen die Besucher. Mannigfaltigkeit ist die charakteristischste Eigenschaft der Gegend: die Sommersonne scheint auf Seen, Flüsse, flache Wiesen, waldreiche Abhänge, Felsenschluchten und gepflegte Weinberge gleichermaßen nieder. Der hier angebaute süße, würzige Auslesewein heißt hier auch Weiberhinleger.
Auf der Autobahn fährt man nach Budapest eine Stunde, nach Wien oder Bratislava (Preßburg) dauert die Fahrt auch nicht länger als zwei Stunden.
An einem Ort, der heute Vértesszôlôs heißt, hausten unsere Ahnen schon vor 350.000 Jahren. Die Wurzeln der hiesigen Menschen greifen also weit in die Vorzeit zurück. Und dann später... Seit tausend Jahren ist hier immer was los. Nach der Sage führte das aus Asien kommende nomadische ungarische Heer hier auf der Bánhidaer Ebene seine entscheidende Schlacht um die Landnahme. Später, vor genau 1000 Jahren gründete István, der erste ungarische heilige König den Staat in einer Stadt namens Esztergom, und holte sich eine Frau aus Bamberg. Die Stadt kämpfte dann mit Tataren und Türken und allen, die die Stadt besitzen wollten, aber sie steht heute noch: die Kultur von Jahrhunderten in einem Schmuckkästchen mit Perlmutterdeckel. Und genauso das Komitat: das ist die Wiege Ungarns.
Hier in Tata erholten sich Sigismund von Luxemburg und später Matthias von Hunyadi, der bedeutende Renaissancekönig in ihrem Jagdschloss von den Anstrengungen des Regierens und die Esterházys richteten hier später ihr Imperium ein... Hier führte eine der wichtigsten Handels- und Militärstraßen Europas von Wien nach Buda... Hier verteidigte General Klapka 1848/49, zur Zeit der großen europäischen Revolutionen Komárom, "die treue Stadt"... Wollen wir noch weiter springen? Vor ein paar Jahren wurde hier die größte Autofabrik der Japaner in Osteuropa, das Suzuki-Werk errichtet...
Dies ist jedoch selbstverständlich. Seit tausend Jahren ist hier immer was los.
Und dieses "etwas“ hinterlässt immer seine Spuren: die Begegnung der Natur und der Geschichte lässt sich da ertappen.
Auf dem Kô-Berg über Tatabánya, dem Komitatssitz erhebt sich Europas größte, 22 Meter große Vogelstatue, der legendäre Turul-Vogel, der uns an die ungarische Landnahme erinnert. Nicht weit von hier in Tata, der historischen Kleinstadt mit barocker Stimmung, wurde der erste, heute noch zauberhafte Englische Park von Ungarn angelegt... Ein bisschen weiter, auf dem glitzernden Wasserspiegel des Alten Sees (Öreg-tó), der unter Naturschutz steht, übernachten Zehntausende von ziehenden Wildgänsen jeden Herbst... Kann man anderswo desgleichen erleben?
Und wussten Sie, dass der rote Kalkstein aus den Steinbrüchen bei Dunaalmás jahrhundertelang zu den großen Palais in Europa geliefert wurde? Und dass sich in Komárom, der Stadt der Schiffer an der Donau, an der slowakisch-ungarischen Grenze eine von Europas größten Festungen befindet, die von 12.000 Menschen errichtet wurde und sich auf einem Gebiet von knapp 40.000 Quadratmetern erstreckt? Und nicht weit von hier kann man seinen Körper sowohl im Sommer als auch im Winter im Thermalbad erfrischen. Und haben Sie schon von Bábolna gehört? Hier in der "Welthauptstadt" der Araberpferdezucht wurde Imperiál eines der erfolgreichsten Rennpferde aller Zeiten, geboren. Un wenn Sie das Wort kocsi (Kutsche) hören, fällt Ihnen Kocs, das kleine Dorf im Komitat Komárom-Esztergom ein? Sein Name wurde durch seine Handwerker und das von ihnen hergestellte bis dahin schnellste Verkehrsmittel weltweit bekannt. Die Aufzählung könnte noch fortgesetzt werden, aber als Vorgeschmack wird sowiel ausreichen...
Die Region sowie ihre Bewohner erwarten Sie. Wenn sie hier vorbeikommen, werden Sie von Abwechslung und Stille, Freundlichkeit und der legendären ungarischen Gastfreundschaft auf Ihrer Reise begleitet.
Wollen wir uns bald treffen?
